Anfänge der Renaissance
Begegnungszentrum Habenhausen (Ohser Straße 2)
Vortrag von Manfred Janssen, Kulturhistoriker
Stellt man die Frage nach dem Beginn der Renaissance an ein KI-Tool, so erhält man als Antwort: 1350. Diese Antwort ist zwar aussagekräftiger als die „42“ von Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“, Antwort auf die letzte aller Fragen), aber auch nur begrenzt hilfreich. Geprägt wurde der Begriff Renaissance in der Mitte des 16. Jahrhunderts von Giorgio Vasari und bezog sich ursprünglich auf die Wiederentdeckung der antiken Kunst Roms und Griechenlands. Heute fassen wir diese Bezeichnung viel weiter. Mit ihr verbunden sind nicht nur Werke der Kunst, auch Literatur, Philosoph, Wissenschaft und soziokulturelle Veränderungen werden damit attribuiert. Damit wird deutlich, dass kein einzelner Anfangsmoment definiert werden kann. Als Wurzeln sind der sich entwickelnde Humanismus, die Herausbildung des Empirismus als wissenschaftliche Methode und die politischen Veränderungen durch die Herausbildung der Stadtstaaten in Mittelitalien anzusehen. Sie reichen weiter zurück als 1350. Der Vortrag versucht beispielhaft zu zeigen, wie sich in den Werken aus der Zeit ab etwa 1250 die Umwälzungen widerspiegeln. Wesentliche Innovationen für die Erweiterung des künstlerischen Schaffens sind die Ausgestaltung eines Bildraumes, die Individualisierung der Menschendarstellung und die Abbildungstreue realer Objekte.
Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de
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