Borgward — Wehrwirtschaftsführer mit Bundesverdienstkreuz — Teil 2 der Firmengeschichte
Nachbarschaftstreff Am Siek (Am Siek 43)
Vortrag von Hans-W. Ellerbrock, Dipl.-Ing., Fachautor für neuere Siedlungs- und Industriegeschichte
Ab 1934 sollte sich in Hastedt Grundlegendes ändern. Nachdem der Teilhaber Tecklenburg ausgeschieden war, konnte Carl F. W. Borgward allein entscheiden. Sein Hausarchitekt Lodders bekam den Auftrag zum Bau eines modernen Werksgebäudes in Hastedt und nach dessen Fertigstellung wurde das neue Werk in Sebaldsbrück mit einer beeindruckenden Größe in Angriff genommen. Nun erging es dem „Gefolgschaftsführer“ wie allen anderen Fabrikanten. Mehr oder minder freiwillig begann er mit der Konstruktion und dem Bau von Kriegsfahrzeugen für die spätere Eroberung und Vernichtung von Polen und der UdSSR. Weil das Werk als vorbildlich angesehen wurde, ernannte man Borgward zum Wehrwirtschaftsführer, verbunden mit dem Eintritt in die NSDAP. Nach Kriegsende dann Lagerhaft und Einstufung als harmloser Mitläufer. 1949 beginnt das dritte und letzte Kapitel der Borgward-Story … bis dann 1960 der Konkurs der Firma kam. Die drei genannten Firmenepochen sollen in diesem Vortrag kritisch beleuchtet werden.
Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de
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