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„Empfänger verstorben“ — Über Versuche, das Schicksal getöteter Angehöriger aufzuklären

AWO Konferenzraum (Am Wall 179-180)

Vortrag von Kornelia Renemann, Mitglied im Initiativkreis Stolpersteine

1943 beschädigten Bombentreffer die Bremer Nervenklinik erheblich. Daraufhin wurden über 300 Patient*innen in die Heil- und Pflegeanstalt Meseritz Obrawalde verlegt. Betroffen waren alle, die der Pflege bedurften oder nicht in der Lage waren, eine „nutzbringende“ Arbeit zu übernehmen. Meseritz-Obrawalde war eine „Stätte systematischer Krankenmorde“ unter anderem durch Injektionen mit Morphium und Skopolamin. Bis Ende April 1945 starben 269 der Bremer Patient*innen, nur 27 überlebten. Bis in die dritte Generation leiden noch heute Angehörigen darunter, dass es in ihrer Familie ein Opfer der „Euthanasie“ gab. Sieben Akten des Staatsarchivs Bremen und eine Prozessakte des Landgerichts Berlin geben Auskunft, was damals einigen Angehörigen widerfuhr, welche Hoffnungen, aber auch Zweifel sie hatten, teilweise bis heute.

Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de

Die Universität der 3. Generation ist ein Projekt der AWO Bremen.

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