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Goethe in Dachau und Beethoven in Auschwitz – Musik, Literatur und Kunst in den Konzentrationslagern.

AWO Konferenzraum (Am Wall 179-180)

Vortrag von Dr. Jörg Wollenberg, Professor (emeritiert)

Das KZ als Lernort der Selbstbehauptung in Grenzsituationen des Lebens. In den KZ des Nazi-Regimes waren Kunst, Musik und Literatur nicht ausgelöscht. Wie in jeder Großstadt Deutschlands konnte selbst in Auschwitz als Großlabor der Vernichtung der europäischen Juden neben Büchereien, Theatern und Krankenbauten auch mehrere Orchester existieren. Auch ein Bordell und ein Standesamt, um noch am 18. März 1944 eine Hochzeit im Vernichtungslager Auschwitz zu feiern und anschließend im Bordell zu übernachten gab es. Unter den schwierigsten Bedingungen gab es für die KZ-Häftlinge so die Möglichkeit, an ihren eigenen Ideen und Fähigkeiten festzuhalten, psychisch zu überleben, widerständig zu bleiben. Dieses kaum bekannte Kapitel deutscher Geschichte in Zeiten menschenverachtender Politik bringt Prof. Dr. Jörg Wollenberg in Erinnerung. Dabei kommen Zeitzeugen zu Wort aus den KZ Auschwitz, Buchenwald, Dachau, Esterwegen, Mauthausen, Mittelbau-Dora, Neuengamme, Sachsenhausen, Theresienstadt und Ravensbrück. Anna Stiegler, seit 1925 Mitglied der Bürgerschaft (SPD) wurde 1934 verhaftet und musste ein Jahrzehnt in Ravensbrück verbringen. Nach 1945 prägte sie mit der ebenfalls früh verhafteten Käthe Popall (KPD) den Bremer Frauenausschuss und wurde Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft.

Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de

Die Universität der 3. Generation ist ein Projekt der AWO Bremen.

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