Helfer beim Holocaust Die Bremer Polizeibataillone 105 und 303

AWO Konferenzraum (Am Wall 179 - 180)

Vortrag von Dr. Karl Schneider, Professor (emer.)


Mit dem „Unternehmen Barbarossa“, das vor 80 Jahren am 22. Juni 1941 begann, wollte Adolf Hitler im Osten neuen Lebensraum schaffen. In drei Schritten sollten Heeresgruppen die Gebiete erobern, Einsatzgruppen der SS und Polizeieinheiten den eroberten Raum „sichern und säubern“ und ihn anschließend deutsche Unternehmen als Wirtschaftsraum ausbeuten. Die Einsatzgruppen und Polizeieinheiten wurden den Heeresgruppen der Wehrmacht zugeordnet. In Bremen waren es die Polizeibataillone 105 und 303. Sie plünderten, brandschatzten und hinterließen eine Blutspur in Osteuropa. Auf „Judenkommando“ zu gehen hatte für die Polizisten Erholungswert: Nach jedem Transport konnten sie drei Tage Urlaub bei ihren Familien in Bremen verbringen. Vier Jahre (von 1964 bis 1968) ermittelte die Staatsanwaltschaft Bremen gegen das Polizeibataillon 105 und vierzehn Jahre lang (von 1965 bis 1979) beschäftigten sich elf Staatsanwaltschaften und Gerichte mit den Massakern und Morden des Polizeibataillons 303. Doch keiner wurde verurteilt. Mindestens 250 Mann arbeiteten nach 1945 wieder für die Polizei, davon rund 150 in Bremen. Manche konnten sogar ihre Karriere fortsetzen. Wie beschreiben ehemalige Bataillonsangehörige in ihren Vernehmungen nach über 25 Jahren ihre Taten in der Ukraine?

Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de

Die Universität der 3. Generation ist ein Projekt der AWO Bremen.

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