Henri de Toulouse-Lautrec und „sein” Paris um 1900

na‘ – Nachbarschaftshaus „Helene Kaisen“ (Beim Ohlenhof 10)

Bildervortrag von Klaus Kirmis, Kulturhistoriker


Malerei und Plakatkunst, Bohème und Cabaret auf dem Montmartre um die Jahrhundertwende. Sie erwartet ein kunstgeschichtlicher Bilder-Vortrag über den französischen Maler und Grafiker Henri de Toulouse-Lautrec. Er wurde 1864 im südwestfranzösischen Albi in eines der ältesten Adelsgeschlechter Frankreichs geboren. Das Zeichentalent Toulouse-Lautrecs wurde bereits früh erkannt und gefördert. Nach Beinbrüchen in der Jugend zeitlebens verkrüppelt und kleinwüchsig, entwickelte er später als Künstler in Paris seinen plakativen Flächen und Linienstil. An Edgar Degas und japanischer Holzschnittkunst orientiert, reduzierte er mit klarer Umrissbetonung das Dargestellte auf die wesentlichen Formen. Seine motivischen Anregungen verdankt er dem Vergnügungs- und Halbweltleben auf dem Pariser Montmartre mit seinen typischen Lokalitäten, wie z. B. dem bekannten Moulin Rouge. Dieses farbenprächtige Bohème-Milieu schilderte er eindrucksvoll wie kein anderer. Daneben entnahm er seine Motive auch dem Treiben auf Rennplätzen, in Zirkusarenen und Kabaretts. Wegweisend war er besonders in der Entwicklung der Farblithographie und der modernen Plakatkunst. Das unregelmäßige Nachtleben und zunehmend auch Alkoholprobleme hinterließen starke Spuren, der Künstler starb 1901 erst 37-jährig.

Kosten: Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de

Die Universität der 3. Generation ist ein Projekt der AWO Bremen.

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