Ikonen aus Russland und dem Abendland und ihre wechselseitigen Beeinflussungen
Begegnungszentrum Arbergen (Hermann-Osterloh-Straße 117)
Vortrag von Dr. Thomas Meyer-Bohe, Architekt (i. R.)
Das Erhabene in Einfachheit und Schlichtheit darzustellen und eine Form für die Grenzbereiche des Glaubens „Beherrschung, Bedrohung, Beschützung“ zu finden - darum geht es bei dem heutigen Vortrag. Ikonen stehen bei uns für Orthodoxie und Ostkirche, maßgebend für Russland, aber auch für Griechenland, Konstantinopel, Sinai. Aber nicht nur dort, sondern auch im westlichen Abendland, besonders in der katholischen Kirche, haben Ikonen ihren eigenen Platz. Das Thema berührt Fragen der Theologie, der Kunstgeschichte und Architektur, der Philosophie und vieler anderer Wissenschaften. Es ist ein Thema von Leben und Ewigkeit, von Gott und den Menschen und dieses unermessliche Grundthema wird uns Menschen immer bewegen. Ikonen werden verehrt, nicht angebetet. Ikonen haben sogar die moderne Malerei maßgebend beeinflusst und in der Cuzko-Schule (Peru) einen südamerikanischen Ableger. Der populärwissenschaftliche Vortrag informiert über die Wortherkunft, die Geschichte und die Wanderungen der Ikonen, über ihre Gestaltungsmerkmale, die dahinterstehende Theologie und die unterschiedlichen handwerklichen Techniken. Das Thema ist eingebettet in die grundsätzliche Kernfrage nach den gegenseitigen Beeinflussungen der Nachbarn Russland und Europa. Der Vortrag wird begleitet durch eine umfangreiche Ausstellung.
Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de
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