Max Beckmann
Begegnungszentrum Habenhausen (Ohser Straße 2)
Vortrag von Manfred Janssen, Kulturhistoriker
Max Beckmann (1884 – 1950) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Gerne wird er als Vertreter des Expressionismus, manchmal auch als Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ (zur Begriffsklärung siehe Ankündigung Otto Dix) gesehen. Beide Etikettierungen greifen zu kurz. Über mehr als vier Jahrzehnte reicht seine Schaffensperiode und umfasst weit mehr als 600 Einzelarbeiten. Sein Werk ist in dieser Zeit unverwechselbar geblieben. Die Arbeiten sind eng an seine Lebenssituation angebunden. In ihnen spiegelt sich immer auch das Wie und Wo seines Lebens. Sein Malstil ist charakterisiert durch kräftige Farben, die zumeist durch starke, überwiegend schwarze Konturlinien ihre Grenzen erhalten. Seine Motive sind immer gegenständlich, allerdings häufig in Form und Farbe verfremdet. Neben den Landschaften und Stillleben sind die Porträts besonders hervorzuheben. Seine Selbstporträts und die seiner zweiten Frau Katharina von Kaulbach, häufig auch „Quappie“ genannt, zeigen nicht nur die Personen, in ihnen ist auch der Spiegel zum Leben des Malers und seiner Frau in einer Zeit ständiger Umwälzungen verborgen. Inzwischen ist Max Beckmann einer der höchst gehandelten Maler weltweit. Auf Auktionen überschreiten die Preise seiner Bilder regelmäßig die Millionengrenze.
Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de
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