„Mensch, ärgere dich nicht“ — Literarisches über das Spielen
Begegnungszentrum Habenhausen (Ohser Straße 2)
Vortrag von Werner Benecke, Schulleiter (pensioniert)
Der römische Satiriker Juvenal bezeichnete „panem et circenses“ (Brot und Spiele) als wesentliche Instrumente in der politischen Strategie der Kaiser seiner Zeit, um das Volk zufrieden und ruhig zu halten. Mit seinem 1938 erschienen Werk prägte der niederländische Historiker Johan Huizinga den Begriff „homo ludens“ (der spielende Mensch), er definiert den Menschen als spielendes Wesen. In beiden Begrifflichkeiten wird die immense Bedeutung des Spielens für die menschliche Entfaltung und auch die verschiedenster Spielformen deutlich. Es gibt zahlreiche Zitate von Philosophen, Historikern und eben auch Dichtern, die diese Einschätzung kommentieren und ergänzen. In diesem Referat werden Beispiele angeführt, besonders Romane (z. B. „Der Spieler“), Novellen („Schachnovelle“) oder Gedichte und Lieder. Figuren aus verschiedenen Werken, die eine besondere Beziehung zum Spielen haben (etwa Oskar Matzerath, „Die Blechtrommel“), kommen hinzu. Auch die Gegenwartsliteratur wird zitiert werden, dabei ist besonders spannend, dass sowohl das Thema Veränderungen unterworfen ist (etwa durch moderne Medien) als auch die Formgestaltung der Texte selbst. Hier finden sich dann Spiele wieder, die beschrieben und kommentiert werden, mal kritisch (besonders was die Akteure angeht), mal humoristisch aufbereitet.
Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de
Die Universität der 3. Generation ist ein Projekt der AWO Bremen.