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Otto Dix

Begegnungszentrum Habenhausen (Ohser Straße 2)

Vortrag von Manfred Janssen, Kulturhistoriker

Otto Dix (1891 — 1969) ist ein deutscher Maler und gilt als der vielleicht wichtigste Vertreter der Stilrichtung „Neue Sachlichkeit“. Mit diesem Begriff verbindet man Künstler und Werke, die den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zuzuordnen sind. In ihm drückt sich die Abkehr vom Expressionismus sowie die Ablehnung einer gegenstandslosen Malerei aus. Sachlich, realistisch, nüchtern wird die Gegenstandswelt wiedergegeben. Durch Motivwahl und Verfremdungseffekte kann der Bildaussage eine Richtung gegeben werden. Das Werk Otto Dix‘ ist nur zu verstehen, wenn man seine Erlebnisse als Frontsoldat im 1. Weltkrieg hinzuzieht. Seine wohl wichtigsten Arbeiten stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang zu seinen Kriegserlebnissen. Mittelbar hat es zu seiner schonungslosen manchmal die Schmerzgrenze überschreitenden Darstellung der Realität geführt. Auftraggeber von Porträts hat er vorsorglich darauf hingewiesen, dass sie möglicherweise kein „schönes“ Bild von sich erhalten würden. Gerade wegen der Schonungslosigkeit der Darstellung wurden seine Arbeiten von den Nazis als entartete Kunst diffamiert. Er verlor seine Professur und zog sich in eine innere Emigration zurück. Nach dem 2. Weltkrieg erfuhr er gerade durch die erneuten Kriegserfahrungen seine Rehabilitation und wurde in seiner Bedeutung erkannt. Seine Werke befinden sich heute in den bedeutendsten Museen.

Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de

Die Universität der 3. Generation ist ein Projekt der AWO Bremen.

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