Tragische und schwere Zeiten: Das Werderland mit den Dörfern Mittelsbüren und Niederbüren
Begegnungszentrum Grambke (Grönlandstraße 8)
Film und Diskussion mit Rainer Schäffer, Beamter im Ruhestand
Das Werderland mit den Dörfern Mittelsbüren und Niederbüren wurde über Jahrhunderte hinweg von schweren Sturmfluten heimgesucht, die erhebliche Verluste an Menschen, Tieren und Land verursachten. Die Moorlosenkirche, ein zentrales Bauwerk der Region, wurde mehrfach von den Fluten zerstört und dreimal aufgebaut. Auffällig ist, dass sich die Kirche im Laufe der Zeit wechselweise rechts und links der Weser befand. Um die Kirche ranken sich mehrere Sagen. Zudem gibt es einen bekannten Maler aus Niederbüren, der in der Region Bedeutung erlangte. Auch das erste Freibad in Bremen wird erwähnt, ebenso wie ein Komponist, der mit der Gegend verbunden ist. Durch die Ansiedlung eines Stahlwerkes im Werderland kam es zur Verdrängung von 36 Höfen von Mittelsbüren, was zur Aufgabe der Schule für die Bürener Kinder führte. Nicht zuletzt berichtet Rainer Schäffer über die Nachkriegszeit mit seiner Familie von 1952 bis 1957 auf dem Sandfeld an der Flakstraße. Es waren die kalten Winter, die langen und schlechten Wegeverhältnisse, das knappe Heizmaterial, die Versorgung mit Heizmaterial, Lebensmitteln, ärztlicher Betreuung und vieles mehr. Trotz aller Widrigkeiten und dank seiner Eltern konnten Schäffer und seine Brüder diese Zeit überstehen.
Anmeldung bitte unter 0421—79 02 57 oder www.anmeldungen.awo-bremen.de
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